Die Corona-Pandemie prägt unseren Alltag in vielen Bereichen. Umso mehr freue ich mich, dass die Pläne für den IQ-Innovationspreis 2021 vorangetrieben werden. Die Stadt Halle (Saale) unterstützt diesen länderübergreifenden Wissenschaftspreis erneut mit ihren starken Partnern: der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH. Innovationsfähigkeit ist ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg – dies gilt auch und gerade in Krisenzeiten. So bin ich gespannt auf die diesjährigen Bewerbungen und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg.

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale)

IQ Innovationspreis Halle

Der IQ Innovationspreis Halle wird als Wissenschaftspreis von der Stadt Halle (Saale), der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH vergeben. Der Wettbewerb wird innerhalb der Dachmarke des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland durch die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland umgesetzt.

An dem Wettbewerb des IQ Innovationspreis Halle können sich Bewerber beteiligen, wenn sie eine Innovation beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland in einem der fünf Cluster einreichen und in Halle (Saale) ansässig sind.

Die Preisstifter loben für den IQ Innovationspreis Halle ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro aus.
Bewerber aus Halle (Saale) haben auch die Chance auf weitere Preisgelder, die im Rahmen des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland vergeben werden. Clustersieger erhalten 7.500 Euro Preisgeld, der Gesamtsieger 15.000 Euro.

Die allgemeinen Wettbewerbskriterien, denen auch der IQ Innovationspreis Halle unterliegt, finden Sie unter Wettbewerbsübersicht.

Aktueller Preisträger: Institut für Physik der Martin-Luther-Universität

Dr. Maria Gaudig vom Institut für Physik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Bildnachweis: Tom Schulze

Grüner Kraftstoff

Neues Material macht Wasserstoff als Energiespeicher wettbewerbsfähig

Wasserstoff gilt als vielversprechendster Energieträger der Zukunft. Als Zwischenspeicher für grüne Energie oder in der Brennstoffzelle eines Autos ist er hocheffizient. Gewonnen wird er mit Elektrolyse, einem chemischen Prozess, bei dem Wasser durch Strom in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten wird. Nutzt man dafür überschüssigen grünen Strom, entsteht ein klimaneutraler Energieträger. Die Elektrolyse findet in sogenannten Elektrolyseuren statt. Eine Schlüsselkomponente dieser Anlagen ist die Bipolarplatte, eine leitfähige Platte aus Metall, die besonders stabil sein muss. Bisher kommen dafür teure Titanplatten zum Einsatz, die allein die Hälfte der Gesamtkosten ausmachen.

Die Fachgruppe Mikrostrukturbasiertes Materialdesign des Institutes für Physik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat mit der Firma Eisenhuth eine günstige Alternative entwickelt. Eine Bipolarplatte aus dem innovativen Material Titan-Komposit. Einem Pulver aus Kunststoff werden winzige Titanpartikel beigemischt und dann in die endgültige Form als kompakte Platte gepresst. Diese funktionieren in der Wasserstoffproduktion genauso effektiv wie bisherige Platten, brauchen aber nur 20 % des Titans. Damit spart man bis zu 70 % der Kosten und die neue Bipolarplatte ist auch noch erheblich leichter. Ein entscheidender Schritt, um Wasserstoff als grünen Energieträger in der breiten Masse wettbewerbsfähig zu machen. Mit der Innovation werden bereits seit 2019 erste Umsätze am Markt erzielt.

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Sponsoren des IQ Innovationspreis Halle

Stadt Halle (Saale)

Mit ca. 237.000 Einwohnern ist Halle die größte Stadt in Sachsen-Anhalt. Halle bildet gemeinsam mit dem benachbarten Leipzig den Ballungsraum Leipzig-Halle, in dem mehr als eine Million Menschen leben. Halle ist Sitz einer der ältesten Universitäten Deutschlands, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sowie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule. Darüber hinaus beheimatet die Stadt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Kulturstiftung des Bundes.

www.halle.de

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Forschung und Lehre mit über 500 Jahren Tradition: Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) bietet ein breites Fächerspektrum in den Geistes-, Sozial-, Natur- und den medizinischen Wissenschaften an. Die größte und älteste Hochschule Sachsen-Anhalts entstand 1817 aus dem Zusammenschluss der 1502 gegründeten Universität Wittenberg und der 1694 gegründeten Friedrichs-Universität Halle. Heute hat sie rund 20.000 Studierende und 340 Professoren.

www.uni-halle.de

Weinberg Campus Technologiepark

Die Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH verfolgt den Ansatz, die weitere Entwicklung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort zu fördern sowie den Standort durch geeignete Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen national und international bekannter zu machen. Des Weiteren ist der Verein bestrebt die Ansiedlung innovativer Unternehmen zu unterstützen und die Vernetzung ansässiger Einrichtungen und Unternehmen zu stärken.

www.technologiepark-weinberg-campus.de

{Im Anschluss an die Preisverleihung gab es sehr viele Glückwünsche und eine ganze Reiheanpositiven Reaktionen. Für unser Team stellt der Gewinn eine sehr große Motivation dar. Wir sindsehr stolz, dass unser gesamtgesellschaftlich bedeutendes Themenfeld dadurch mehrAufmerksamkeit bekommen hat. Auch möchten wir an dieser Stelle ganz besonders dem Team desIQ Innovationspreis Mitteldeutschland für ihre Arbeit danken.{
Antonia Rickert, Mitgründerin des Startups KRONOS, Gewinnerin des IQ Innovationspreis 2020 im Cluster Energie/Umwelt/Solarwirtschaft
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